
Thermoplastische Kunststoffe kommen im Kabelbau am häufigsten vor.
PVC (Polyvinylchlorid)PVC hat als bekannter Alltagskunststoff auch im Kabelbau eine sehr
große Bedeutung als Mantel- und Isolierwerkstoff. Für die Verwendung
im Kabelbau wird das herkömmliche Hart-PVC durch Weichmacher, Stabilisatoren, Füllstoffe und Additive (Gleitmittel, Farbpigmente, Wachse, Mattierungsmittel) zum PVC-P modifiziert.
Für unsere Spezialkabel führen wir mehr als 50 unterschiedliche Rezepturen für PVC-P-Mischungen. Der individuellen Kabelanwendung entsprechend, fügen wir Weichmacher hinzu und gewinnen damit unterschiedliche Härtegrade (Härte Shore A). Ein Nachteil des PVC ist jedoch sein hoher dielektrischer Verlustfaktor sowie die starke Rauchentwicklung korrosiver Gase im Brandfall.
PE (Polyethylen)Das Thermoplast PE wird wegen seiner sehr guten dielektrischen Merkmale bevorzugt als Isolierung für Nachrichtenkabel eingesetzt. PE ist halogenfrei und besitzt gute mechanische Eigenschaften, allerdings ist es leicht brennbar.
PP (Polypropylen)PP ist dem PE verwandt und ebenfalls halogenfrei jedoch mit verbessertem Verhalten im Brandfall.
PA (Polyamid)PA wird wegen seiner sehr guten mechanischen Charakteristika (hohe Festigkeit und Härte, gutes Abriebverhalten, gute Kälteresistenz bis minus 50 Grad Celsius, gute Chemikalienbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit) jedoch eingeschränkten elektrischen Eigenschaften häufig als Sekundärisolation genutzt.
FluorpolymereThermoplastische Fluorpolymere haben hervorragende chemische und thermische Attribute bei gleichzeitig sehr guten Isolierwerten. Dies allerdings bei hohen Material- und Verarbeitungskosten.
Folgende Fluorpolymere werden unterschieden:
PTFE (Polytetrafluorethylen)