
Zu den allgemein bekannten Elastomeren gehört der Natur-Kautschuk, der in der Kabelindustrie jedoch so gut wie keine Rolle mehr spielt. Elastomere sind grundsätzlich vernetzt und zudem mit Zusatzstoffen versehen, um die spezifischen Anforderungen erfüllen zu können.
In der Kabelindustrie werden vor allem synthetische Kautschuke (oft auf der Basis von Ethylen und Propylen) verarbeitet:
EPM (Ethylen-Propylen-Kautschuk)
EPDM (Ethylen-Propylen-Terpolymer-Kautschuk)
NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk)
CR (Polychloropren)
CM (Chloriertes Polyethylen)
CSM (Chlorsulfoniertes Polyethylen)
EVA (Ethylen Vinylacetat)
SiR (Silikonkautschuk)
Synthetische Kautschuke wie EPM und EPDM bieten aufgrund ihrer sehr breit angelegten Eigenschaften sehr weite Anwendungsmöglichkeiten insbesondere bei flexiblen Leitungen. So zeichnen sie sich durch eine gute bis sehr gute Kälteresistenz aus. Sie sind bis zu einer Betriebstemperatur von 90 Grad Celsius einsetzbar. NBR kann zudem als ölbeständiger Mantelwerkstoff genutzt werden.
Bei der Konstruktion von Kabeln für den Bergbau und die Schifffahrt dominieren derzeit vor allem CR, CSM und CM. Der Vorteil dieser Elastomere liegt in ihrer Witterungs- und Chemikalienbeständigkeit, ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Kälte, Wärme und Flammen sowie ihrer guten Abrieb- und Reißfestigkeit. EVA lässt darüber hinaus Temperaturen von bis zu 110 Grad Celsius zu. Das breiteste Temperaturspektrum toleriert jedoch der Silikonkautschuk: von minus 60 bis plus 180 Grad Celsius. Er wird im Sonderkabelbau daher oft verwendet.