• Alloy

    Alloy ist das englische Wort für Legierung. In unserem Zusammenhang steht Alloy für Kupfer-Legierungen. Legierungszusätze verleihen dem Reinkupfer eine höhere Festigkeit und machen die daraus hergestellten Litzen mechanisch stabiler. Höhere Biegewechselzyklen und höhere Zugfestigkeit sind das Ergebnis – allerdings meist gepaart mit geringerer Leitfähigkeit gegenüber Reinkupfer.

  • Bedeckungsgrad

    Der Bedeckungsgrad gibt die optische Dichte einer Abschirmung wieder. Bei Geflechtschirmen beträgt die Bedeckung idealerweise 85 bis 90 Prozent.
    100 Prozent sind technisch nicht möglich, da das Geflecht Lücken aufweisen muss, um beweglich zu bleiben. Um eine 100-prozentige Bedeckung zu erreichen, muss zum Beispiel mit metallbeschichteter Folie geschirmt werden.
  • Biegebelastung

    (oder auch Biegewechselbelastung) eines Kabels heißt Dehnung der Außenseite und Stauchung der Innenseite. Durch spezielle Konstruktionsvorgaben und besonderen Materialieneinsatz lassen sich HRADIL Spezialkabel auf mehr als 25 Millionen Biegezyklen auslegen.
  • Biegewechselverhalten

    Das Biegewechselverhalten beschreibt die Haltbarkeit eines Kabels bei permanenter Biegung in wechselnde Richtungen. Eine S-förmige Umlenkung eines Kabels beschreibt auch eine Art der Wechselbiegung.
  • Biegewechselzyklen

    Moderne Fertigungsautomaten, Robotertechnik und Transportsysteme setzen heute Kabel voraus, die enorm hohen mechanischen Belastungen standhalten. Zum Beispiel für Automaten mit Handhabungssystemen, die sowohl Streck- als auch Drehbewegungen kombinieren. Dabei werden die Kabel enormer Wechselbiegebeanspruchung bei gleichzeitig kleinen Biegeradien ausgesetzt. Insbesondere die Wahl der richtigen Materialien wie zum Beispiel Alloy-Litzen ist hier sehr wichtig um eine lange Lebensdauer eines Kabel gewährleisten zu können.
  • Bündellitzen

    Auch Würgelitzen. Die einzelnen Drähte, aus denen sich eine Litze zusammensetzt, werden in einem Arbeitsgang miteinander verwürgt. Siehe auch (konzentrische Litzen).
  • CE-Kennzeichnung

    Die CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne, „Übereinstimmung mit EU-Richtlinien”) ist eine Kennzeichnung nach EU-Recht für bestimmte Produkte und deren Sicherheit. Durch die CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht.
  • CERAMOFLEX®

    CERAMOFLEX® ist der eingetragene Handelsname der Firma Hradil für spezielle Silikonkabel, die durch ihren hohen Gehalt an keramischen Zusätzen die hohen Anforderungen der Prüfung Funktionserhalt FE180 erfüllen (180 Minuten bei 750 Grad Celsius ohne Kurzschluss). Trotz ihres Durchhaltevermögens sind diese Leitungen extrem flexibel.
  • EEx-Zulassung

    EEx-Zulassung bezeichnet die durch eine externe Prüfstelle erteilte Genehmigung, bestimmte Produkte in explosionsgefährdeten Bereichen einzusetzen. Beispiel: Gaspipelines.
  • EMV-Sicherheit

    Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist die Eigenschaft eines Kabels, keine elektromagnetischen Störungen zu verursachen bzw. nicht von elektromagnetischen Feldern beeinträchtigt zu werden.
    Hintergrund: Beim Nebeneinander von Versorgungsleitungen, Sensor- und Steuerungskabeln in engen Kabelschlepps oder dichten Kabelpaketen treten elektromagnetische Felder auf, wie sie für die Automation und den Maschinenbau typisch sind. Auch Baugruppen und Hybridleitungen bereiten Technikern mitunter einiges Kopfzerbrechen. Dies führt mitunter zu einer empfindlichen Störung von Signalen durch Rauschen oder durch nicht erwünschte Signale.
  • Fachung

    Unter Fachung versteht man die Anzahl der einzelnen neben einanderliegenden Drähte eines Abschirmgeflechts.
  • Fibre-To-The-Home

    Mit FTTH (engl. Fibre To The Home oder Fibre all the way To The Home) bezeichnet man das Verlegen von Lichtwellenleitern von Datenzentren direkt bis in die Wohnung des Teilnehmers. Hintergrund sind die Bemühungen der Netzanbieter den Ausbau des „Giganetzes“ flächendeckend anbieten zu können. Europaweit werden die Bemühungen vom Fibre To The Home Council Europe unterstützt.
  • Hafenmobilkrane

    Hafenmobilkrane schlagen Güter aller Art um – von Containern, Schüttgütern bis hin zu Stück- und Projektgütern. Im Gegensatz zu Schienenkranen haben die Mobilkrane sehr komplexe Fahrgestelle und sind durch ihre Beweglichkeit deutlich vielseitiger einsetzbar.
  • Härte Shore A oder D

    Härte Shore A oder D: Das Härteprüfverfahren nach Shore ist eine Eindringhärteprüfung und ergibt einen nach Albret Shore benannten, besonders in der Kunststoffprüfung weit verbreiteten Werkstoffkennwert.
    Bei der Prüfung nach Shore wird der Widerstand gegen das Eindringen eines federbelasteten Prüfstiftes in den Prüfkörper gemessen.
    Die Härtewerte nach Shore sind dimensionslos und liegen im Bereich von 0 bis 100. Je weicher das Material ist, desto tiefer dringt der Prüfstift in das Material ein. Die Methoden Shore A und Shore D unterscheiden sich durch die Form der Prüfspitze und durch die wirkende Federkraft, mit der die Spitze auf das Material gedrückt wird.
  • Kanal-TV-Kabel

    Kabel und Leitungen für den Betrieb an Inspektionskameras zur Untersuchung von Rohrleitungen aller Art. Kanal-TV-Kabel beinhalten üblicherweise einen Koax zur Übertragung der Videosignale sowie mehrere stromführende Adern zur Steuerung und Beleuchtung der meist selbstfahrenden Kamerasysteme.
  • KEVLAR-Fasern

    Aramidfasern, goldgelbe organische Kunstfasern. Kevlar-Fasern wurden 1965 bei DuPont entwickelt und werden unter dem Markennamen Kevlar™ vertrieben.
  • Konzentrische Litzen

    Auch Unilay-Litzen genannt. Konzentrische Litzen sind nach festen konstruktiven Vorgaben hinsichtlich Anzahl der Drähte je Lage sowie der Schlaglänge und Schlagrichtung aufgebaut. Sie sind daher wesentlich aufwändiger als die vergleichsweise günstige Bündellitze.
  • Lichtwellenleiter (LWL) Aufbau

    Lichtwellenleiter bestehen aus einem Kern und einem Mantel, die beide fest miteinander verbunden sind. Der Durchmesser eines Glasfaserkerns ist mit 9 µm rund zehnmal kleiner als ein menschliches Haar. Bei der Herstellung der Faser wird der Kern und der Mantel mit einer Beschichtung, dem Primär Coating (erster Schutzmantel), zum Schutz der Faser versehen. Um die Faser herum befindet sich deshalb eine weitere Schutzhülle, das Sekundär Coating. Diese Schutzhülle besteht aus einem oder mehreren gleichen oder unterschiedlichen, festen Kunststoffen.
  • Lichtwellenleiter (LWL) Begriff

    Der Begriff Lichtwellenleiter (LWL) ist gemäß der DIN 47002 und VDE 0888 national genormt und besagt, dass es sich um einen Leiter handelt, in dem moduliertes Licht übertragen wird. Das Licht breitet sich im Lichtwellenleiter dabei mit 299.792,458 km/s aus. International sind Lichtwellenleiter bzw. Glasfaserkabel nach ITU-T G.651 bis G.657, ISO/IEC 11801 und 24702 und IEC 60793 genormt.

  • Lichtwellenleiter (LWL) Übertragungsverlust

    Übertragungsverluste bei Lichtwellenleitern sind minimal. Nur die Mikrostruktur des hochreinen Glases stört die Lichtwelle und ist damit für die Dämpfung verantwortlich. Die Dämpfung wird durch Faktoren wie Entfernung und Wellenlänge, Absorptions-, Streuungs- und Strahlungsverluste sowie Verbindungselemente und Spleiße hervorgerufen.
  • Peroxide

    Im industriellen Einsatz werden Peroxide (zum Beispiel Dibenzoylperoxid) als Radikalstarter verwendet. Die schwache peroxidische Bindung kann leicht homolytisch gespalten werden und bildet somit reaktive Benzoylradikale. Diese können im großtechnischen Maßstab zur Polymerisation zu Kunststoffen wie Polyethylen eingesetzt werden.
  • PTFE-Folie

    hauchdünne Folie aus Polytetrafluorethylen, die im Schälverfahren hergestellt wird. Dient im Kabelbau häufig als Gleitfolie zwischen verschiedenen Elementen im Kabel. PTFE ist thermisch extrem belastbar und schmilzt nicht.
  • PUR

    Gängige Abkürzung für Polyurethan, einen mechanisch sehr leistungsfähigen Kunststoff, der aufgrund seiner hervorragenden Verschleiss- und Kerbfestigkeit vorwiegend für Kabelmäntel eingesetzt wird. PUR gibt es in verschiedenen Härtegraden - je nach Anspruch an die Flexibilität.
  • Schlaglänge

    Schlaglänge ist die Ganghöhe der schraubenförmig um den Kern verseilten Elemente des Kabels. Sie bezeichnet also die in axialer Richtung des Kabels gemessene Distanz, bis ein Verseilelement (zum Beispiel eine Ader) einmal komplett (360 Grad) um den Kern gelegt ist.
  • Schlagrichtung

    Kabel können nach rechts oder links verseilt („geschlagen“) sein. Ein Kabel gilt als rechts geschlagen, wenn die Einzeladern (sich vom Betrachter entfernend) im Uhrzeigersinn um den Kern gedreht sind. Die rechtsgeschlagene Verseilung nennt man Z-Drall, die linksgängige Verseilung S-Drall.
  • Silanvernetzung

    Silanvernetzung ist ein zweistufiger, nasschemischer Prozess, mit dem vorwiegend Polyethylen vernetzt wird. Ihre Vorteile gegenüber der Strahlenvernetzung sind die homogenere Verteilung der Vernetzungsstellen in Folge der Schmelzedispergierung der Silanmoleküle sowie die geringeren Investitions- und Energiekosten, beispielsweise durch Wegfall der Strahlenschutzvorkehrungen. Überzeugend an der Silanvernetzung sind aber auch die erhöhte Alterungsbeständigkeit und die verbesserten mechanischen Eigenschaften.
  • Spezialkabel

    Spezialkabel ist der geschützte Warenname für Sonderkabel der HRADIL Spezialkabel GmbH
  • Strahlenvernetzung

    Physikalische Vernetzung mit Elektronenstrahlen (Gammastrahlen). Die Vernetzung mittels Elektronenstrahlen und insbesondere Gammastrahlen verlangt ein aufwändiges Anlagenkonzept zur Erzeugung hochenergetischer Strahlung.
  • Torsionsbelastungen

    Torsionsbelastungen beanspruchen ein Kabel durch Verdrehung um die eigene Achse. Im Vergleich zur Biegebeanspruchung sind gänzlich andere konstruktive Maßnahmen erforderlich.
  • TPE-E

    Oberbegriff für Thermoplastische Elastomere auf Ethylen-Basis.
  • Trommelbarkeit

    Die Trommelbarkeit einer Leitung unterliegt enormen Belastungen.
  • Vernetzung

    Kunststoffe bzw. Polymere werden vernetzt, um ihre physikalische, chemische oder mechanische Eigenschaften, wie beispielsweise Druckbeständigkeit, Ölbeständigkeit, Temperaturbeständigkeit oder Dampfsterilisierbarkeit, zu verbessern.
  • Vlies

    Filzähnlicher, dünner Stoff aus Kunstfasern, der in Form von Bändern meist als Gleit- oder Trennschicht zwischen verschiedenen Lagen im Kabel eingesetzt wird.
  • Weichmacher

    Als Weichmacher werden Stoffe bezeichnet, die zu harten Thermoplasten gegeben werden um deren Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit für Verarbeitung und Gebrauch zu verbessern. Dabei gehen Weichmacher aber keine chemische Reaktion mit dem Material ein, sondern verändern es nur physikalisch.